Kekse für Hannes

Guten Morgen ihr Lieben,

während ich noch gemütlich mit einer Tasse Milchkaffee in meinen Tag starte, möchte ich Euch an meiner Keksbackaktion der letzten Woche teilhaben lassen.


Anlass dafür war ein Geschenk, das ich meinem besten Freund Hannes zu seinem 22. Geburtstag (vor gut zwei Jahren) machte: Ein Keks-Abo. Monatlich wollte ich ihm ein Jahr lang ein Paket voll leckerer selbstgebackener Kekse schicken. Man erahnt es schon: Das klappte nicht so richtig. Nach dem Startpaket am 22. Geburtstag, das ich nicht als erste von zwölf Ladungen sondern als Extra zählte, schickte ich ihm ziemlich bald das erste richtige Paket.

Und um ehrlich zu sein, kam dann erst einmal lange nichts...bis zu seinem 23. Geburtstag, an dem er mein Versprechen bekam, dass er natürlich alle zwölf Keks-Rationen bekommen sollte, aber statt in einem Jahr auf unbestimmte Zeit. An seinem 23. Geburtstag bekam er also erneut ein Paket Kekse, persönlich übergeben. Und nun, letzte Woche, kurz nach seinem 24. Geburtstag das nächste Paket. Und zwar mit diesen Keksen:

  • Alfajores (Karamellkekse aus Lateinamerika)
Das Rezept dazu befindet sich dazu in einem meiner neusten Bücher: "Das Back Buch. Die besten Rezepte aus aller Welt" von Love Food™. Die sind eigentlich wirklich simpel: Aus 280g Mehl, 40g Puderzucker (ich hatte keinen und hab stattdessen Feinstzucker genommen), einem halben Teelöffel Salz und 250g weicher Butter knetet man einen Mürbeteig. Dieser ist nicht sehr süß. Nachdem man den Teig in Frischhaltefolie gewickelt und 30 Minuten gekühlt hat, rollt man ihn aus (mit viel Mehl, er klebt sonst gnadenlos fest!) und sticht Kreise aus. Laut Rezept sollen die Kreise ungefähr 5cm Durchmesser haben, um etwa knopfgroße Kekse zu erhalten habe ich allerdings eine leere Filmdose zum Ausstechen verwendet (etwa 3cm Durchmesser). Die Kekse werden aufs Backblech gelegt und die Hälfte aller Kekse werden mit den "Knopflöchern" versehen. Dafür habe ich einen Schaschlik-Spieß genommen und die Löcher geformt. Bei 180° (Ober- und Unterhitze) haben die Kekse bei mir etwa 8 Minuten gebacken (für den Durchmesser von 5cm waren 15 Minuten angegeben).

Die Kekse sollten gut auskühlen, bevor man mit ihnen weiterarbeitet, da sie sehr leicht zerbrechen. Auf die ungelochten Kekse soll eine Karamellcreme gegeben werden, die gelochten Kekse werden dann drauf gesetzt und leicht angedrückt. Für die Karamellcreme stand im Rezept nur "175g Karamellsauce", die dann mit Zimt, Muskatnuss und Nelke gewürzt werden sollte. Da ich noch eine Konserve gesüßte Kondensmilch im Haus hatte, habe ich allerdings etwas ausprobiert, wovon ich vor Monaten mal gehört habe: Die geschlossene Kondensmilch-Konserve in einen Topf mit kochendem Wasser legen und drei Stunden kochen lassen.

Das habe ich ausprobiert. Wichtig ist, dass die Dose vollständig mit Wasser bedeckt ist, man muss also zwischendurch immer wieder Wasser nachkippen. Nach drei Stunden nimmt man die Konserve aus dem Wasser und öffnet sie mit einem Dosenöffner und heraus kommt dies:
Die Masse ist sehr dickflüssig, eher puddingartig und sehr lecker. Gewürzt habe ich das Karamell dann allerdings nicht mehr. Vorsichtig habe ich mit einer kleinen Kuchengabel die Creme auf den ungelochten Keksen verteilt und den oberen Knopf-Keks draufgesetzt. Weil ich Lust auf ein wenig Abwechslung hatte, habe ich einige der Kekse statt mit Karamell mit Zartbitter-Kuvertüre bzw mit selbstgemachter Kirsch-Amaretto-Marmelade bestrichen.

  • Ingwernüsse

Aus dem selben Rezeptbuch stammen diese englischen Kekse. Dafür vermischt man 250g Mehl, eine Packung Backpulver, eine Prise Salz, 200g Feinstzucker, einen Teelöffel Natron und gemahlenen Ingwer (laut Rezept ein Esslöffel, bei mir wurden es aber nach mehrmaligem Abschmecken mindestens zwei, eher drei Esslöffel). Auf dem Herd erwärmt man 125g Butter mit 75g hellem Zuckerrübensirup (ich hab stattdessen Ahornsirup genommen) und lässt es etwas abkühlen bevor man es zu den trockenen Zutaten gibt und gut verrührt. Zu dem Teig gibt man dann noch ein Ei und etwas geriebene Orangenschale (etwa einen Teelöffel). Aus dem Teig formt man dann kleine Kugeln (rund 30), die man mit etwas Abstand aufs Backblech legt und mit einer Gabel oder den Fingern flach drückt. Bei 160 Grad brauchen die Kekse etwa 15-20 Minuten, je nachdem wie kross man sie mag.

Nach dem Abkühlen kann man die Kekse  in Kuvertüre tauchen, ich hab etwa ein Drittel pur gelassen, ein Drittel in Vollmilchkuvertüre und ein Drittel in Zartbitterkuvertüre getaucht.

  • Schoko-Kaffee-Kekse

Dieses Rezept war mehr oder weniger eine Eigenkreation. Ich habe 170g Mehl mit 50g Kakaopulver (ungesüßt), 40g Zucker und einem Teelöffel Kaffee- oder Cappuccino-Pulver gemischt. Separat habe ich 50g Schokolade mit 125g Butter geschmolzen und zu dem Teig gegeben. Auch diesen Teig habe ich zu kleinen Kugeln geformt, die ich plattgedrückt habe und dann gebacken habe. Bei ebenfalls 160 Grad rund 18 Minuten. Die Kekse pur sind durch die große Kakaomenge sehr herb. Ich mag das gerne, vor allen Dingen, wenn man als Ausgleich ein wenig Vollmilchkuvertüre auf die Kekse gibt. Auf jeden Keks habe ich dann noch eine Schokoladen-Kaffeebohne gedrückt.

Fertig ist meine Keksauswahl!

Alles Liebe,

Eure Marie-Louise




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