Tarte au citron

Ihr Lieben,

für das heutige Sonntagsessen habe ich den Nachtisch zubereitet. Dafür habe ich endlich das erste Rezept aus dem wunderschönen Kochbuch "Rezepte für Marie" ausprobieren können. Diese Zitronentarte habe ich bereits gestern gebacken und heute nach dem Mittagessen nur noch einmal schnell die Baiserschicht gemacht und die Tarte kurz unter den Backofengrill gestellt.


Zubereitung:

Für den Tarte-Boden mischt man 350g Mehl mit 100g Butter, 75g Zucker (da habe ich meinen geliebten Vanillezucker verwendet, wie fast immer!), einen Esslöffel gemahlene Mandeln und eine kleine Prise Salz gut durch und gibt dann zwei Eier dazu. Daraus knetet man einen Teig, den man kurz in den Kühlschrank stellt.


In der Zwischenzeit mischt man in einem kleinen Topf drei Eier mit 50g Butter, 75g Zucker, der abgeriebenen Schale einer Bio-Zitrone und 4 Esslöffeln Zitronensaft (bei mir ziemlich genau der Saft der einen Zitrone!). Die Masse erhitzt man dann langsam und unter Rühren, bis sie sich zu binden beginnt und etwas dick wird. Ich habe mit dem zum Geburtstag bekommenen Thermometer immer mal zwischendurch die Temperatur gemessen, dickflüssig wurde es so ab 70- 75° C. Dann muss man aber auch wirklich vorsichtig sein, dass es nicht viel heißer wird, da Eigelb ab 85° C gerinnt. Die Masse wird dann beim Abkühlen noch fester.

In der Zeit kann man den Teig dünn ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. Den Boden sollte man dann blindbacken. Dafür deckt man den Boden mit Backpapier ab und beschwert dieses mit getrocknete Bohnen oder Erbsen. Das hilft dabei, dass der Rand ein wenig aufgeht, der Boden hingegen flach bleibt und die ganze Form stabilisiert wird. Der Boden wird dann bei 190°C Ober- und Unterhitze für 15 Minuten gebacken. Die getrockneten Hülsenfrüchte kann man dann zurück in ein Glas füllen und immer wieder verwenden.

Auf den heißen Tortenboden streicht man dann die Zitronenmasse und backt die Tarte noch einmal 10- 15 Minuten. Wenn man mag kann man dann noch eine Eischnee-Schicht machen: 3 Eiweiß mit 75g Zucker steif schlagen, auf der Tarte verteilen, nach Belieben verzieren und dann noch einmal in den Backofen schieben. Ich habe dafür die Grillfunktion meines Backofens verwendet, so geht es ganz schnell, ist oben braun und darunter noch cremig. Wenn man es lieber fest haben möchte wie Baiser, dann sollte man es bei niedriger Temperatur länger backen lassen.





Bei uns kam die Tarte sehr gut an. Mein Schwiegervater, der die größten Bedenken hatte, weil er eigentlich weder gerne saure Zitronenfüllungen noch süße Baiserschichten mag, war sehr begeistert. Die Zitronenfüllung ist nicht zu sauer (ich liebe es sauer, für mich hätte es viel zitroniger und auch einfach etwas mehr sein können!), die Eischnee-Schicht nicht zu süß (meine Schwiegermutter hätte es lieber süßer gehabt, ich gerne ein klein wenig fester), alle anderen waren rundum zufrieden. Also eine feine Tarte für einen gemütlichen Sonntag. Dazu gab es bei uns Kaffee und ein Gläschen "Winter-Jägermeister" (den sah ich und wollte ihn unbedingt testen. Ich bin ausgesprochener Kräuterlikör-Liebhaber und finde die winterliche Variante mit Zimt, Vanille und Safran gut, aber nicht überwältigend gut).









Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Eure Marie-Louise


2 Kommentare:

  1. Liebe Marie-Louise, ich klick mich rüber zu Deinem Kochblog und finde auch gleich ein Rezept, das ich schon ewig mal nach backen will... Tarte au citron...
    Sieht so einladend aus, da möchte man doch gleich ein Stück zum Frühstück haben :-)
    Schöne Grüße aus Südtirol,
    Kebo

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    Antworten
    1. Liebe Kebo!
      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! : )
      Der "Typisch für Kassel"- Beitrag auf dieser Seite wird übrigens noch folgen - bisher konnte ich mich noch für kein Rezept entscheiden. Ein paar Tage habe ich zum Glück ja noch!

      Liebe Grüße nach Südtirol aus dem schönen Nordhessen,

      Marie-Louise

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