London: Holunderblüten-Torte


> Was zuletzt geschah <

Die raue See war stürmischer als erwartet und so hat uns die letzte Überfahrt noch einmal ein paar Tage mehr gekostet als wir es erwartet hatten. Aber wir haben es geschafft! Wir sind wieder Zuhause angekommen! Phileas Fogg und seine Freunde waren 80 Tage unterwegs und auch wir waren nicht wesentlich schneller: Zehn Wochen hat unsere Reise gedauert. Die Wiederankunft muss nun natürlich gebührend gefeiert werden! Das tun wir mit dem letzten Rezept des Buches:


Holunderblüten-Stachelbeer-Torte




Zutaten für eine Torte: 

 

Für die Böden:

275g Butter
275g Zucker
150g gemahlene Mandeln
100ml Holunderblütensirup
5 große Eier
175 g Mehl
1 TL Backpulver
350g Stachelbeerkompott

Für die Creme:

500g Puderzucker
125g Butter
300g Frischkäse
55ml Holunderblütensirup

frische Blüten zum Verzieren


Zu den Zutaten:

 


Es gehört nicht direkt zu den Zutaten, aber ist entscheidend: Das Rezept ist für eine Kuchenform mit dem Durchmesser 23cm ausgelegt. Meine Standardkuchenform misst 26cm und ich wollte eigentlich nicht riskieren, dass die Böden so viel dünner werden. Also habe ich mir extra eine neue Kuchenform gekauft (das ist doch mal ein gutes Argument für den Neukauf neuer Küchensachen).
Beim Holunderblütensirup sollte man auf Qualität achten. Ich habe einen von der Hausmarke meines Supermarktes gewählt, dieser war aber im Geschmack eher dezent. Da ich kein großer Holunderfreund bin, störte mich das nicht so sehr.
Beim Stachelbeerkompott musste ich auf Stachelbeeren aus dem Glas zurückgreifen; diese habe ich dann selbst zu Kompott verarbeitet.

Die Zubereitung:


Für die Böden schlägt man die Butter mit dem Zucker schaumig, hebt die Mandeln und 50ml Holunderblütensirup unter. Die Eier schlägt man einzeln unter und mischt am Ende behutsam die Mehl-Backpulvermischung darunter. Den Teig soll man dann auf zwei 23cm-Formen aufteilen und bei 180°C 35-40 Minuten backen. Da ich den Kauf zweier neuer Formen nicht hätte rechtfertigen können, entschloss ich mich, den ganzen Teig in einer Form zu backen und das Ergebnis einfach mehrmals zu zerteilen. Die Backzeit hat sich dadurch um etwa zehn Minuten verlängert - eine Stäbchenprobe hilft da wunderbar.

Solange der Kuchen noch in der Form -oder eben in zwei Formen ist- sticht man den Kuchen nach dem Backen mit einem Stäbchen oder einer Gabel mehrmals ein und gibt 50ml Holunderblütensirup auf die Oberfläche. Der Sirup zieht dann in den Kuchen.

Dann lässt man den Kuchen erkalten. Hat man zwei Kuchen gebacken, dann halbiert man jeden von ihnen. Ich habe meinen einen Kuchen nur gedrittelt, das erschien mir ganz sinnvoll.



Für den Guss verrührt man den Puderzucker mit der Butter und gibt den Frischkäse hinzu. Die Masse sollte man nun nicht zu lange verrühren, sonst kann sie leicht zu flüssig werden. Zuletzt gibt man den restlichen Holunderblütensirup hinzu.



Nun geht es ans Schichten. Man beginnt mit dem Tortenboden und gibt ein wenig der Frischkäsemasse darauf. Dann verteilt man ein Drittel bzw. die Hälfte des Stachelbeerkompotts darauf (je nachdem ob man drei oder vier Böden hat), dann den nächsten Boden, Frischkäsemasse, Kompott, Boden... - und schließt mit dem Tortendeckel ab. Nun die Torte rundum mit der Frischkäsemasse bestreichen und kalt stellen.




Vor dem Servieren mit Blüten verzieren - am besten natürlich mit essbaren, wir haben Borretsch aus dem Garten verwendet.


Zum Rezept:


Es gibt eigentlich nur einen Kritikpunkt am Rezept: Das in den Zutaten genannte Backpulver taucht im Rezept nicht wieder auf. Nun kann ich mir natürlich leicht denken, wann und wo es hinzugefügt werden muss. Trotzdem, sowas ist immer unschön, finde ich.

Zum Autoren:


Georgie Socratous ist Foodstylistin und Autorin, lebt in London und arbeitet öfter mit Jamie Oliver zusammen.



Das Ergebnis:

 


Mir brach zwischenzeitlich einer der Böden, die Frischkäsecreme war nicht ganz glatt geworden und enthielt Teigkrümelchen. Das alles war halb so wichtig, als die Torte auf dem Tisch stand und wir als Familie zusammenkamen. Besonders mit den Borretschblüten aus dem Garten sah die Torte wunderbar aus. Dazu mein rosafarbenes Geschirr, auf der ebenfalls rosafarbenen Tischdecke - ein wahrer Traum.


Ich schnitt die Torte also an, verteilte sie auf die Teller und wartete ehrfürchtig die Urteile der Familie ab. Und die Familie war begeistert! Diese Torte kam phänomenal gut an. Mein Schwiegervater merkte aber zu Recht an, dass die Torte sehr, sehr süß ist. Man kann sicherlich an der einen oder anderen Stelle Zucker einsparen, zumal der Sirup an sich ja auch nichts anderes als Zucker ist. Aber Zucker macht eben glücklich, und so ist es auch mit dieser Torte.

Also: Einmal Glück zum Mitnehmen, wer mag?

Ich komme nun erst einmal in Ruhe an und werde mich dann an den ausführlichen Reisebericht setzen und das Fazit ziehen!
Bis dahin wünsche ich Euch alles Liebe,

Eure










Anmerkung: Dieses Rezept stammt aus dem Buch "In 80 Gerichten um die Welt" von David Loftus (vollständige bibliographische Angaben > hier <, man findet es im Kapitel "London" auf Seite 268).

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