Rezension: In 80 Gerichten um die Welt


Zehn Wochen waren wir unterwegs um uns auf den Spuren von Phileas Fogg und seinen Freunden durch die Köstlichkeiten dieser Welt zu probieren. Nun sind wir wieder Zuhause angekommen und es wird Zeit zurückzuschauen. Wie war die Weltreise? Was waren die Höhe- und auch die Tiefpunkte?


Lasst uns gemeinsam zurückblicken, dann wage ich eine Rezension von David Loftus "In 80 Gerichten um die Welt". Das Buch, das sich auf Jules Vernes Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" bezieht und die Reiseroute des Phileas Fogg nachempfindet, begeisterte mich von der Aufmachung vom ersten Moment an. Es ist schön gestaltet, die Bilder sind gut ausgewählt und machen Lust aufs Kochen und Ausprobieren. Mit dem ersten Durchblättern sprachen mich auch bereits viele der Rezepte an und der Entschluss meiner kulinarischen Weltreise war schnell gefasst.

Grundinformationen:


"In 80 Gerichten um die Welt" erschien 2012 unter dem Originaltitel "Around the World in 80 Dishes" bei Atlantic Books Ltd und im Februar 2013 bei National Geographic Deutschland (G+J/RBA GmbH). Zur Verfügung gestellt wurde mir das Rezensionsexemplar vom Piper Verlag GmbH. Ich weise aber an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass dies keinen Einfluss auf meine Meinung zu dem Buch hat. Das Buch ist gebunden, umfasst 288 Seiten, 160 Photos und kostet im Handel 29,95€.


Unsere Reiseroute:


http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/london.html

London:

Pilzketchup zum blutigen Steak
Rezept von Alexis Soyer


http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/italien.html

 

 

Italien:


Apfel-Timbale mit Pinienkernen
Rezept von David Loftus


http://kuechenliebelei.blogspot.de/2015/07/das-rote-meer-dattel-kaffee-brot.html



Das Rote Meer:

Dattel-Kaffee-Brot
Rezept von Debbie Loftus



 
http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/aden.html 
Rezept von Nigella Lawson

http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/indien.html




 
Indien:

Gewürztee
Rezept von Bella Bellissima

 



http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/blog-page.html 
Rezept von Jamie Oliver
http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/san-francisco.html 





San Francisco:

Caesar Salad
Rezept von Caesar Cardini
http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/blog-page_10.html


Von Küste zu Küste: 

Huhn baskischer Art
Rezept von Tony Milford Jr.

http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/new-york.html

New York:

Eggs Benedict
Rezept von David Loftus

http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/atlantik.html

Rezept von David Loftus


http://kuechenliebelei.blogspot.de/p/london_23.html
Rezept von Georgie Socratous


 

Das Ergebnis:


Von den elf ausprobierten Rezepten habe ich neun selbst zubereitet, zwei hat mein Schwiegervater fürs sonntägliche Familienessen gekocht. Wir ihr sehen könnt, sind die Rezepte bunt gemischt: Deftig und süß, schnell und zeitaufwändig, mit Fleisch und Fisch. Auch die Autoren der Rezepte sind bunt gemischt. Ich habe David Loftus als Herausgeber dieses Buches mit mehreren Rezepten auf die Probe gestellt, davon unabhängig aber verschiedene Köche durchgetestet.
Es gibt wirklich viele Sachen, die mir an dem Buch enorm gut gefallen. Die Grundidee der Weltreise anhand Jules Vernes Roman, die unterschiedlichen Rezepte von verschiedensten Köchen aus aller Welt und auch aus verschiedenen Epochen. Mir gefällt die Vielfalt der Gerichte. Abgesehen von den bereits ausprobierten Rezepten gibt es noch viele weitere, die mich interessieren und die ich bei Gelegenheit ausprobieren möchte.
Auch die Aufmachung und das Layout des Buches sprechen mich sehr an. Die großen Bilder, sowohl von Speisen, Zutaten als auch Landschaften, sind sehr schön anzusehen. Das Buch ist gut verarbeitet, es hält der intensiven Benutzung in der Küche stand. Die Rezepte sind gut strukturiert, die Zutatenlisten abgesetzt und so schnell zu erfassen. Jedes Rezept hat eine Einleitung, die sich entweder auf den Ursprung des Rezeptes oder die Reise von Phileas Fogg bezieht.

Bei einigen der ausprobierten Rezepte war ich sehr skeptisch, wurde dann aber überrascht vom guten Ergebnis. Aber es hat nicht alles geklappt und ich fand nicht alles gut. Mir fehlt es manchmal an Erläuterungen. Zwar sind die Rezepte allesamt gut verständlich, doch hatte ich mehrfach das Gefühl, nicht zu wissen, warum ich etwas so machen soll, wie es angegeben ist.

Bei Jamie Olivers Süßen Entenkeulen scheiterte ich an der Sauce, die ganz und gar nicht so wurde, wie es das Rezept erwarten ließ und viel Improvisation erforderte, um noch ein gutes Ergebnis zu erhalten. Und auch bei der schnellen Hollandaise zu den Eggs Benedict von David Loftus, hatte ich arge Probleme. Lag es an der selbstgemachten Mayonnaise? Die Sauce wurde nicht schön. Vielleicht aber auch einfach mein Fehler.

Ich empfinde es außerdem als großes Manko, dass bei den Temperaturangaben für den Ofen nicht angegeben ist, ob es sich um Ober- und Unterhitze oder Umluft handelt. Ich bin aber einfach mal immer von Ober- und Unterhitze ausgegangen.

Trotz der kleinen Schwachstellen muss ich sagen, dass ich dieses Buch sehr gut finde und meine erste Begeisterung der intensiven Überprüfung standhalten konnte. Es ist nicht perfekt, aber es ist toll. Es macht Lust aufs Reisen, auf Abenteuer und auf gutes Essen. Ich habe mich ja sehr bemüht für diese Rezension die Rezepte so gut wie möglich nachzukochen, freue mich aber nun auch auf die Phase, in der ich die Rezepte abwandeln werde und meine eigenen Ideen einbringen werde. Das ist nämlich ein weiterer Punkt, den ich an diesem Buch sehr gut finde: Es inspiriert mich! Ich empfinde es wirklich als außergewöhnliches Buch. Es ist für mich eine Liebeserklärung ans Reisen, ans Kochen und Backen und an Jules Vernes Meisterwerk der Literatur.

Auf viele weitere Rezepte aus vielen neuen Ländern!
Ich freue mich!

Eure




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