White Dinner: Die Vorspeise


Manchmal gibt es so Themen, die einen verfolgen. Kennt ihr das auch? Vor einer ganzen Weile war es bei mir das Thema Möhrenkuchen. Überall, so kam es mir vor, bewarfen mich die Leute regelrecht damit. Mehrere Freunde sprachen immer wieder diverse Möhrenkuchenvariationen an, und mehrere Zeitschriften versuchten mich mit Rezepten dafür zu locken. Aber, liebe Welt: Ich mag keinen Möhrenkuchen.

Ein anderes, wesentlich schöneres Thema, auf das ich immer wieder kam, ist das "Dîner en blanc" oder "White Dinner". Ich las vor einer ganzen Weile davon und fand die Idee schön. Dann richtete eine Burg in der Nähe ein solches Event aus. Und dann sah ich, dass Tina von Tinas Tausenschön zum White Dinner aufrief. Und da dann noch das Jubiläum mit meinem Liebsten vor der (Küchen-) Tür stand, war mein Entschluss gefasst: Ein White Dinner.

Nach vielen Überlegungen stand das Menü für mich fest:

Vorspeise: Weißwein-Bergkäse-Suppe mit Forellennockerln
Hauptgang: Mit Ziegenkäse gratiniertes Kabeljaufilet an gefüllten Champignons, dazu Reis
Dessert: Weißes Kaffee-Eis mit selbstgemachten Marshmallows

In diesem Beitrag wird es nun um die Vorspeise gehen.

Weißwein-Bergkäse-Suppe mit Forellennockerln


Die Grundidee für die Vorspeise habe ich aus der "Lust auf Genuss" vom November 2014, aber natürlich habe ich das ein wenig abgewandelt...

Zutaten für drei Portionen:


1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50g Butter
1 EL Mehl
250ml trockener Weißwein
500ml Gemüsebrühe
190g Bergkäse
Salz, Pfeffer, Muskat
50g Frischkäse

125g Forellfilets
100ml Sahne

Zubereitung:


(Ich habe bereits mittags einen großen Topf Gemüsebrühe angesetzt, von dem ich 2l später eingefroren und 500ml verwendet habe.)


Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken. Butter zerlassen und die Zwiebel und den Knoblauch andünsten. Das Mehl dazugeben und kurz anschwitzen lassen, mit dem Weißwein ablöschen und einköcheln lassen. Brühe zugießen und rund 20 Minuten weiterköcheln lassen.


Für die Forellennockerln die Forellenfilets mit der Sahne pürieren und kalt stellen. In einem Topf Wasser erhitzen und aus der Forellenmasse mit dem Löffel kleine Nockerln abstechen, ins siedende Wasser gleiten lassen und mit geschlossenem Deckel (!) zehn Minuten durchziehen lassen. (Wenn man zu ungeduldig ist und den Deckel vorher öffnet, kann es passieren, dass die Nockerln zerfallen und man ein Forellenbrei im Topf schwimmen hat. Auch das ist aber kein Problem. Schöpft die Forellenmasse in ein Schälchen ab, lasst sie etwas erkalten und formt sie dann mit zwei Löffelchen neu. Das klappt ganz gut, ich spreche aus Erfahrung!).

Gegen Ende der Suppenkochzeit den Käse fein raspeln und unterrühren, ebenfalls den Frischkäse unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Suppe verteilen und die Forellennockerln vorsichtig darauf geben. Guten Appetit!


Die Suppe ist sehr kräftig und aromatisch und erinnert ein wenig an ein gutes Käsefondue (das ich auch sehr liebe!). Beim Käse könnt ihr ruhig ein wenig experimentieren, ich würde aber zu einem kräftigen Käse raten. Die Zwiebel- und Knoblauchstückchen, die noch in der Suppe sind, geben dieser einen leicht rustikalen Anklang. Wer es feiner mag, kann die Suppe natürlich pürieren. Die Forellennockerln runden für mich die Suppe schön ab und ergänzen das Aroma sehr schön. Wer aber keinen Fisch mag, kann die Einlage auch gut weglassen oder ersetzen. Es war für uns ein durchaus gelungener Auftakt!


Wir sehen uns wieder zum Hauptgang!

Eure





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