Herbstliche Teezeit (+ Teeküchlein)


Vor einiger Zeit suchte Teezeit nach Bloggern, die ein paar ihrer Tees testen. Und auch wenn ich grundsätzlich meistens Kaffee vorziehen würde, bin ich stets auf der Suche nach tollen, aromatischen und ausgefallenen Früchtetees.

Ich bekam also Anfang September, kurz vor meinem Urlaub, einen Gutschein von Teezeit für drei Teesorten und schaute mich nun ausgiebig auf der Webseite um. Wofür soll man sich da entscheiden? Die Grundrichtung (Früchtetees!) schränkte es ja schon einmal sehr ein. Und dann? Knusperhäuschen? Erdbeer-Popcorn? Glücksbringer? Es gab eine riesige Auswahl an ansprechenden Wintermischungen  - aber eigentlich war es mir für den Winter noch viel zu früh.

So entschied ich mich für diese drei Sorten:

1. "Never Ending Love - Früchtetee, aromatisiert, magenmild"
2. "Ayuved. Terra Thé Tulsi Orange-Ingwer natürlich - Kräutertee, aromatisiert (natürliches Aroma)"
3. "Bio Waldkobold natürlich* - Früchtetee, aromatisiert (natürliches Aroma)"

Ich bestellte, fuhr in den Urlaub und als ich wieder nach Hause kam, erwartete mich das Teezeitpäckchen. Enthalten meine drei Tees - und eine kleine Extraprobe Tropical Sunrise. Nun war auch der Herbst bereits angekommen und ich freute mich aufs ausgiebige Teetrinken. Ich habe jeden Tee mehrmals probiert, damit ich mir mit meiner Meinung auch wirklich sicher sein kann.


Als erstes probierte ich die Never Ending Love, einen fruchtigen, süßen Tee. Schon die Beschreibung lässt die Erwartung steigen ("Never Ending Love - Eine Liebe die niemals endet - besser kann man diesen Früchtetee wohl kaum beschreiben. Besonders ist sicherlich die Vielzahl an Zutaten die diesen Tee ausmachen und einen wirklich ganz besonders leckeren Pfirsich-Maracuja-Geschmack kreieren. Ein Tee der mit Duft und Geschmack einfach nur "Ich liebe Dich" sagt."). Kann mich ein Tee derart begeistern? Schon der ziehende Tee duftet toll, ganz sanft. Und dann der Geschmack von Pfirsich und Maracuja! Sehr dezent und zurückhaltend, ein wirklich leichter Tee. Er kitzelt ein wenig an den Wangeninnenseiten, durch die leichte Säurenote. Er ist wirklich sehr gut!

Da ich momentan alles mit Ingwer liebe, wollte ich unbedingt den Orange-Ingwer-Tee testen. Dabei handelt es sich nun ausnahmsweise mal nicht um einen Früchtetee, sondern um einen Kräutertee. Ich war geschmacklich ein wenig enttäuscht, muss ich ehrlich gestehen. Ich liebe Ingwer ja gerade ganz besonders doll und fand den Geschmack daher viel zu wenig intensiv. Auch eine längere Ziehzeit oder ein wenig mehr Tee auf weniger Wasser konnten daran nichts ändern. Ich kann ihn mir aber sehr gut im Sommer vorstellen, als Eistee, mit ein wenig Zitronensaft und ein paar frischen Kräutern wie Basilikum. Das werde ich irgendwann noch einmal ausprobieren und dann berichten!

Und dann...der Waldkobold. Er ist im Auftreten das genaue Gegenteil des vorherigen Tees. Seine Farbe leuchtet intensiv, schon wenn das heiße Wasser den Tee streift. Er ist kräftig und säuerlich, sehr fruchtig mit tollem Holunder-Himbeergeschmack. Dabei ist er aber wirklich intensiv und auch wenn man denn das Tee-Ei schon entfernt hat, zieht der Tee noch nach und wird kräftiger. Er ist genau so, wie ich mir einen Tee wünsche. Und so fiel es mir nicht sehr schwer, diesen Tee mit einer zweiten Tasse zu testen. Und einer dritten Tasse. Hachja! Der Herbst ist da!

Was macht aber eine Foodbloggerin, wenn sie Tee testen darf? Sie überlegt sich, was man mit dem Tee noch so alles anstellen könnte. Und so schweiften meine Gedanken ab, vom Tee in meiner Hand zu kleinem Gebäck zum Tee. Teeküchlein.

 Ohja, Teeküchlein!



Für etwa 30 Mini-Guglhupfe braucht man:

Für den Teig:

80 g Butter
60 g Vanillezucker
2 Eier
110 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Frischkäse
3-4 Esslöffel kräftigen Früchtetee (da habe ich den Waldkobold verwendet)

Für den Guss:

Puderzucker
etwas kräftigen Früchtetee

Zubereitung:

Als erstes habe ich eine Tasse sehr starken Früchtetee gekocht (1 gehäufter Esslöffel Waldkobold-Tee auf rund 100ml heißes Wasser).


Während der Tee zieht und abkühlt, habe ich den Teig angesetzt:

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, mit zwei Eiern verquirlen. Mehl und Backpulver unterrühren, den Frischkäse dazugeben und mit ein wenig Früchtetee zu einem schönen, flüssigen Teig verrühren. Den Teig auf die Guglhupf-Förmchen aufteilen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für 15 Minuten backen.

Für den Guss einige Löffel Puderzucker mit ein wenig des Früchtetees verrühren, sodass ein dicker Guss entsteht. Die fertigen, noch warmen Guglhupfe in den Guss tauchenund auf einem Teller trocknen lassen (oder direkt essen, einen...oder zwei...). Wenn man mag, kann man die Guglhupfe noch ein zweites Mal eintauchen, dann wird der Farbton - bei meinem Tee rosa! - noch intensiver.


Da im Waldkobold nur Blüten und Beeren enthalten sind, habe ich ein wenig davon über die fertigen Guglhupfe gestreut - als essbare Dekoration.

Fertig sind diese wunderbaren, süßen, fruchtigen Teeküchlein. Fertig, und ganz schnell wieder weg!

Ich danke dem netten Team von Teezeit für die Kostprobe. Wenn ihr auch Lust auf interessante, ausgefallene und sorgsam ausgewählte Tees habt, dann schaut Euch doch einfach mal auf der Webseite um. Auf der Facebookseite berichten übrigens auch andere Blogger über ihre Erfahrungen mit den Tees - falls ihr also einen Bericht haben wollt, der über die Früchteteewelt hinausgeht.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Herbst, macht es Euch gemütlich!

Eure






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