Oreo-Käsekuchen

Diese Einleitung wird etwas länger, ungeduldige Leser dürfen gerne direkt bis zum Rezept (ab dem Bild!) scrollen.


Wenn sich die beste Freundin zum Besuch ankündigt, dann soll es natürlich etwas ganz besonderes zum Kaffee geben. Also habe ich überlegt, was ich schon lange backen wollte und wofür sich bloß der richtige Anlass noch nicht ergeben hatte. Da fiel mit ein Rezept im Kochbuch "Love to cook von Ravinder Bhogal ein, der Käsekuchen mit Oreo-Keksen. Sie selbst lobt diesen Kuchen in den höchsten Tönen. In den allerhöchsten! Das schürt natürlich die Erwartungen enorm. Da der Kuchen aber auch 1 Stunde und 45 Minuten backen, eine Stunde im Ofen stehenbleiben, und dann ganz auskühlen soll, ist es definit kein Projekt für einen Überraschungsbesuch. Aber mein Besuch hatte sich ja sehr früh angekündigt und so buk ich den Kuchen am Abend zuvor.

Der Teig, den ich natürlich probieren musste, war köstlich. Einfach unglaublich gut. Als ich den Kuchen dann in den Ofen schob, erklärte ich jedem in meiner Familie das, was im Rezept deutlich steht: Die nächsten 105 Minuten wird die Ofentür nicht geöffnet.
Nach etwa einer Stunde roch es schon sehr gut nach Kuchen im ganzen Haus und meine Angst, dass der Kuchen zu dunkel werden könnte, wurde immer größer. Also entschied ich mich, danach zu schauen. Was gut war, denn der Kuchen war schon ziemlich dunkel und ich deckte ihn für den Rest der Backzeit mit Alufolie ab. Er durfte dann zu Ende backen und über Nacht im ausgeschalteten Ofen auskühlen.

Am nächsten Morgen, kurz vor der Arbeit, der neugierige Blick: Hm. Sieht nicht sehr spektakulär aus. Eigentlich schneidet man natürlich so ein Kuchen nicht an, bevor die Gäste da sind. Aber was, wenn er nicht schmeckt? Was, wenn noch was daran getan werden muss? Also schnitt ich den Kuchen beherzt an und teilte mir mit dem Mann das erste kleine Stück des Kuchens. Hm. Schmeckt nicht schlecht. Aber auch nicht gut. Eher so...nichtssagend. Gut, dachte ich mir, die beste Freundin kommt erst in sieben Stunden, sechs davon muss ich auf dem Markt arbeiten. Sechs Stunden um mir eine perfekte Lösung zu überlegen.

Als ich dann Feierabend hatte und endlich zuhause war, entschied ich mich für die Standard-Lösung für Kuchen, die nicht optimal sind: Eine Glasur! Also rührte ich Frischkäse und Puderzucker zusammen, verteilte die Masse auf dem Kuchen und hoffte, dass das den eher durchschnittlichen Kuchen etwas toller machen würde.

In der Tat war der Kuchen dann sehr lecker. Noch immer nicht so überragend wie es das Rezept vermuten ließ, aber trotzdem gut. Die eigentliche Lösung, damit dieser Kuchen richtig, richtig gut wird, die kam mir erst am nächsten Abend. Nämlich genau das: Den Kuchen noch mindestens einen Tag kaltgestellt durchziehen lassen.

Also, nun, das Rezept, grundsätzlich nach Ravinder Boghal, abgewandelt von mir:

Zutaten:

Für den Boden:

250 g Oreo-Kekse (die es natürlich auch von anderen Marken gibt)
50 g Butter, zerlassen

Für den Belag:

500 g Frischkäse
1 EL Vanillezucker
4 große Eier
100 g Rohrzucker
200 g saure Sahne
200 g Oreo-Kekse

Für die Frischkäseschicht:

200 g Frischkäse
70 g  Puderzucker

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für den Boden die 250 g Oreo-Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zu feinen Krümeln zerschlagen - prima zur Stressbewältigung!


Die Krümel mit der zerlassenen Butter vermischen und auf dem Boden einer Springform verteilen , fest andrücken und 15 Minuten backen um den Boden zu härten. Abkühlen lassen.

Für den Belag zunächst die Eier trennen.
Frischkäse, Vanillezucker, Eigelbe und Zucker verschlagen, die saure Sahne unterrühren. Die 200 g Oreo-Kekse ebenfalls zerbröseln und unterrühren.
Die Eiweiße steif schlagen und unter die Masse heben.

Auf den Boden gießen und 1 Stunde und 45 Minuten backen. Laut Rezept soll man die Tür währenddessen wie gesagt nicht öffnen - ich habe es trotzdem getan um den Kuchen nach einer guten Stunde mit Alufolie abzudecken, damit er nicht zu dunkel wird. Behaltet den Kuchen also einfach im Auge und entscheidet selbst.

Wenn der Kuchen goldbraun und fertig ist, den Ofen ausschalten, die Tür öffnen und den Kuchen noch mindestens eine Stunde darin ruhen lassen. Den Kuchen dann kalt stellen.

Vor dem Servieren die Frischkäseschicht zubereiten. Dafür einfach den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren und die Masse auf dem Kuchen verteilen.

Der Kuchen schmeckt nach einigen Tagen, in denen er gekühlt durchziehen kann, noch viel, viel besser als am ersten Tag!


Liebe Kuchengrüße,

Eure







P.S.: Da ich während des Besuchs meiner besten Freundin nicht aufs Photographieren des Kuchens fokussiert war und es beim Reste-Essen im Bett weder eine hübsche Kulisse noch gutes Licht gab, handelt es sich bei den Bildern nur um Schnappschüsse - entschuldigt!

P.P.S.: Das ist der 200. Beitrag auf meinem Blog! Wow!

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