Portugal: Sardinen in Vinaigrette


Bald ist es Zeit das europäische Festland zu verlassen! Davor machen wir aber noch einen kleinen Zwischenstopp im sonnigen Portugal. Wir reisen an der Küste entlang, besuchen niedliche kleine Hafenstädte und lassen uns von den vielen Fischspezialitäten verwöhnen. Besonders Bacalhau, der gesalzene und getrocknete Klippfisch, ist hier natürlich sehr beliebt. Wir aber widmen und heute Sardinen. Diese werden eingelegt und wurden so früher konserviert - was aber bei uns gar nicht nötig ist, da sie ganz schnell gegessen sind.



Das Rezept ist für 6 Portionen ausgelegt und ihr braucht:

1 kg filetierte Sardinen
300 g Mehl
Salz und Pfeffer
Olivenöl und Sonnenblumenöl zum Frittieren
100 ml Olivenöl
2 Lorbeerblätter
12 Pfefferkörner
3 Knoblauchzehen, zerdrückt oder fein gehackt
1 TL Pimento (geräuchertes Paprikapulver) oder Paprikapulver edelsüß
250 ml Weißweinessig

Zu den Zutaten:

 

Das Rezept ist eigentlich für 1 kg filetierte Sardinen ausgelegt. Da ich aber keine solchen Sardinen gefunden habe, musste ich zu unfiletierten Sardinen greifen - die dazu auch noch nicht ausgenommen waren. Für mich eine absolute Herausforderung! Da ich deswegen etwas zögerlich war, habe ich erst einmal nur 500 g Sardinen gekauft. Nach dem Ausnehmen und Filetieren waren das gerade mal noch 250 g, also nur ein Viertel des Rezeptes. Bei der Marinade habe ich trotzdem die gesamte Menge gemacht, damit die Fische richtig gut eingelegt werden.

Wenn ihr Euch dafür interessiert, wie ich die Sardinen ausgenommen und filetiert habe, dann zeige ich Euch > hier < gerne ein paar Bilder davon und sage ein bisschen was dazu.

Pimento habe ich leider nicht bekommen und das als Alternative angegebene edelsüße Paprikapulver verwendet.

Alle anderen Zutaten hatte ich im Haus.

Die Zubereitung :

 

Die Zubereitung zog sich bei mir recht lange, was aber am Ausnehmen der Fische lag. Ansonsten geht es alles recht schnell. Es wird allerdings empfohlen, den Fisch in der Vinaigrette ein paar Tage ziehen zu lassen - das sollte man bedenken.

Das Mehl auf einen flachen Teller geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sardinenfilets darin wenden.


Sonnenblumen- und Olivenöl etwa 2,5 cm hoch in einer großen Pfanne mit schwerem Boden stark erhitzen. Wenn das Öl langsam zu rauchen beginnt, ist es heiß genug. Nun portionsweise die Sardinen darin von jeder Seite für zwei Minuten frittieren.


Dann auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen und in eine feuerfeste Keramikschale geben.


So nach und nach alle Sardinen frittieren und dann salzen und pfeffern.

Nun kommt die Vinaigrette:


In einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen, die Lorbeerblätter und die Pfefferkörner hinzugeben und den zerkleinerten Knoblauch darin anbraten. Das Paprikapulver unterrühren und den Essig sowie 250 ml Wasser zugeben. Alles fünf Minuten einkochen lassen.


Die Vinaigrette nun über den Fisch gießen und alles abkühlen lassen. Die Sardinen könnte man laut Rezept auch sofort servieren, besser ist es aber sie ein oder zwei Tage ziehen zu lassen. Haltbar wären die Sardinen im Kühlschrank abgedeckt für fünf Tage.


Zum Rezept: 

Das Rezept ist gut verständlich und lässt keine Fragen offen.

Das Ergebnis:

Nach einem Tag im Kühlschrank halten wir es nicht mehr aus und probieren die eingelegten Sardinen zu einem kräftigen Krustenbrot. Die Fische erinnern mit der Marinade stark an Bratfisch - und im Grunde ich es ja auch genau das.


Ich mag Bratfisch schon gerne und finde diese selbst eingelegten Sardinen daher grandios. Zu einem ganz einfachen Butterbrot mit Salz...mhh! Mein Freund ist nicht ganz so begeistert wie ich es bin, er ist säureempfindlicher, findet es aber trotzdem lecker. Ein Kritikpunkt wäre, dass die Fische nach vier Minuten frittieren sehr knusprig, fast schon zu hart sind.

Da ich ja nur ein Viertel der im Rezept angegebenen Fische gemacht habe, hatte ich im Grunde nur 1,5 Portionen - was für zwei Personen mit Brot aber trotzdem gut bemessen ist. Es sind nach einer Mahlzeit sogar noch einige Fischlein übrig, mein Schwiegervater durfte also auch noch probieren und fand sie ebenfalls gut und "viel besser als gekauften Bratfisch".


Ich bin zufrieden und finde, dass sich die Arbeit gelohnt hat!

Wohin die Reise nun wohl geht?
Seid mit mir gespannt!

Eure


Anmerkung: Dieses Rezept stammt aus dem Buch "Eine kulinarische Weltreise - 225 köstliche Rezepte" (vollständige bibliographische Angaben > hier <, man findet es im Kapitel "Fisch und Meeresfrüchte" auf Seite 200).


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