Kulinarischer Reisebericht: London

Über den dritten Advent und damit über meinen 26. Geburtstag waren mein Freund und ich in meiner absoluten Lieblingsstadt, in London! Ich war bisher erst zweimal dort, 2012 mit meiner besten Freundin und 2014 mit meiner Mama. Ich freute mich nun also besonders darauf, meinem Freund meine bisherigen Lieblingsorte zu zeigen und mit ihm gemeinsam neue Orte zu entdecken.

Wie schon bei manchen meiner Reisen (zuletzt TrierEngland 2015 und London 2014) gibt es auch diesmal wieder einen kulinarischen Rückblick.


Tag 1: Notting Hill, Themse und Earl's Court


Am Samstag starteten wir unseren Tag im wunderschönen Notting Hill. Dabei mussten wir feststellen, dass es das Recipease, das ich noch im Beitrag von 2014 erwähnte, nicht mehr gibt. Beim Bummel über die Portobello Road stellten wir aber fest, dass sich genügend Alternativen bieten. Um trotzdem wenigstens bei einigen Gewohnheiten zu bleiben, gab es erneut Kaffee aus dem Coffee Plant, dazu diesmal aber Donuts von einem Stand an der Straße.


Nach ausgiebigem Notting Hill-Spaziergang (voller toller Essens-Stände!)...

... ging es gegen Mittag weiter an die Themse. Vom Embankment aus liefen wir am südlichen Themse-Ufer an vielen tollen Sehenswürdigkeiten vorbei, bummelten über einen Weihnachtsmarkt und entdeckten gemeinsam den Borough Market, auf dem wir uns einen Rentierburger teilten.




Gegen Abend kehrten wir beim The King's Head ein, wo ich ein Cornish Cider probierte und Johann Friedrich zwei Ales: London Pride und Portobello Star. Zum Essen gingen wir dann aber zur Gourmet Burger Kitchen.



Dort gab es für Johann Friedrich einen Blauschimmel-Burger mit Trüffel-Käse-Pommes-Frites und ein hausgebrautes Ale und für mich einen Burger mit Chorizo, Zwiebelringen und Chili-Mayonnaise. Ich verzichtete auf das Burgerbrötchen und bekam dafür zwei tolle hausgemachte Salate.


Außerdem trank ich eine ebenfalls hausgemachte Ingwer-Zitronen-Limonade. Wir waren von diesem Burger-Restaurant sehr, sehr begeistert. Wir hatten, obwohl es sehr voll war, einen äußerst netten Service, mussten nicht sehr lange warten und das Essen war sehr gut. Der Burger war - auf Wunsch - medium gebraten und das auf den Punkt. Besonders meine Burger-Variante mit den Salaten gefiel mir sehr; die Pommes Frites fanden wir zwar beide okay, aber nicht überragend.

Tag 2: Full English Breakfast, Brick Lane, Ottolenghi und das "Blackbird"


Am Sonntag hatte ich dann Geburtstag. Darum begannen wir den Tag im Prince of Teck mit einem Full English Breakfast.





Wir mögen diese Art des Frühstücks sehr und haben das schon 2015 während unseres Roadtrips sehr genossen. Es bestand hier aus Bratwurst, dem typisch englischen Bacon, gebratenen Pilzen, einer gebratenen Tomate (die ich traditionell Johann Friedrich weiterreiche!), gebackenen Bohnen in Tomatensauce (die ich hingegen liebe!), Spiegeleiern und Toastbrot. Ein toller Start in den Tag!

Den Vormittag verbrachte in einem sehr schönen Museum, dem Geffrye Museum. Dort gibt es aktuell eine Ausstellung zu Wohnzimmern zur Weihnachtszeit in den letzten 400 Jahren. Das ermöglicht viele interessante Einblicke: Wie wurde geschmückt? Was wurde geschenkt? Womit wurde sich beschäftigt? Und natürlich: Was gab es zu Essen?


Nachmittags besuchten wir den Straßenmarkt rund um die Trueman-Brauerei. Besonders am Wochenende ist dort viel los und es gibt viele tolle Stände und Geschäfte. Dort probierten wir erstmals Poutine (eigentlich eine kanadische Spezialität, aus Pommes Frites mit Käse und Bratensauce).



Später, in den Spitalfield Markets, erfrischten wir uns mit zwei Limonaden und genossen erneut die vielfältigen, bunten und ansprechenden Stände.


Eher zufällig entdeckten wir in der Nähe einen der vielen Ottolenghi-Läden. Darüber freute ich mich ganz besonders, da ich Yotam Ottolenghis Kochbücher sehr schätze. Der Laden war auch wirklich unglaublich wundervoll und ich hätte am liebsten sofort alles probiert. Es blieb dann aber bei Kaffee und einem White Chocolate Cheesecake mit Cranberry-Kompott.




Abends suchten wir uns in der Nähe unserer Unterkunft ein schönes Pub aus: Das Blackbird. Dort wurden wir von einer sehr aufmerksamen und charmanten Kellnerin bedient, die uns alle Wünsche erfüllte. Johann Friedrich entschied sich für ein Sunday Roast, bestehend aus Rinderbraten mit Yorkshire Pudding, Blumenkohl in Sauce, gemischten Gemüse und Rotkohl, sowie die Ales Oliver's Island und ESB. Ich aß eine ganz vorzügliche Geflügel-Pie mit in Whisky und Apricot gegartem Enten-, Gänse- und Fasanenfleisch, dazu Wirsinggemüse und Kartoffelpüree und ein Cornish Blush, also einen mit Beeren aromatisierten Cider. Zum Nachtisch gab es einen Sticky Toffee Pudding mit Karamellsauce, Spekulatiuskrümeln und Salted Caramel-Eis. Den Pudding fand ich lecker, aber gar nicht so überragend gut, das Eis hingegen war ganz außergewöhnlich gut! Ein unglaublich tolles Geburtstagsessen, an einem wirklich schönen Abend!


 

Tag 3: Notting Hill, Camden und viele Pubs

Am Montag starteten wir unseren Tag erneut in Notting Hill und zwar erneut mit Kaffee aus dem Coffee Plant, dazu diesmal die bereits 2014 probierten Schokodatteln. Von dort ging es dann nach Camden weiter. Dort war ich bereits 2012 gewesen und musste nun feststellen, dass sich vieles verändert hat. Trotzdem bummelten wir gerne durch die lebhafte und spannende Gegend und teilten uns am Kanal ein gefülltes Naan-Brot, mit würzigem Chicken Masala.

Später kehrten wir in ein Pub ein, in dem ich einen Mulled Cider, also einen Glüh-Cider trank. Nachmittags probierten wir endlich einmal Fish'n'Chips, mussten jedoch später dem Regen ausweichen und tranken daher Kaffee in einem weiteren Pub.



Nach einem langen Bummel rund um die Charing Cross Road, Picadilly Circus und den Trafalgar Square kehrten wir abends erneut im The King's Head ein, wo wir dieses Mal auch zu Abend aßen. Johann Friedrich suchte sich den Burger aus, ich bestellte mir zwei Vorspeisen: Eine Zwiebel-Ziegenkäse-Tarte und ein Ceviche. Der Burger war wunderbar gebraten und gefiel Johann Friedrich noch besser als der am ersten Abend. Meine Vorspeisen waren beide in Ordnung, aber nicht besonders gut. Daher gönnten wir uns dann noch einen Nachtisch. Da dieses Pub, wie auch das vom Vorabend, zu den Fuller's Pubs gehört, gab es ein sehr ähnliches Angebot. Ich entschied mich diesmal, mich nur auf das Eis zu konzentrieren...

 

Tag 4: Ein letztes Frühstück und ein Abendessen am Flughafen


Der letzte Tag brach an und wir wollten uns zumindest noch ein letztes tolles Frühstück gönnen. Wir checkten aus und gingen erneut ins Blackbird, wo wir am Samstagabend so tolle Erfahrungen gemacht hatten. Gleich vorweg: Das Frühstück konnte bei Weitem nicht mithalten. Weder der Service noch die Qualität des Frühstücks waren an diesem Morgen besonders gut. Schade! Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht und es uns gut gehen lassen.


Da der Aufbruch und die Fahrt zum Flughafen für uns keinesfalls in Stress ausarten sollte, planten wir genug Zeit für alles ein und waren schließlich einige Stunden zu früh am Flughafen. So bummelten wir dort aber noch eine Weile durch die Läden und setzten uns dann dort ins "The Windmill", wo wir letzte Ales und Ciders probierten und ein kleines Abendessen hatten. Für ein Flughafenessen absolut in Ordnung!


Es war ein wirklich wunderschöner Kurzurlaub in London und wir haben die Zeit unglaublich genossen. England begeistert uns immer wieder und wir hoffen, noch oft gemeinsam dort zu sein!
Ich hoffe Euch hat mein Rückblick ein wenig gefallen!



Alles Liebe

Eure

 






2 Kommentare:

  1. Da stelle ich doch eine gewisse Regelmäßigkeit fest... London jede 2 Jahre! ;-)

    So viel wie sich in dieser Stadt tut, lohnt es natürlich noch mehr. Ich finde London auch toll, vergesse aber vor lauter Sehenswertem oft das Essen und kehre dann dort ein, wo ich gerde Hunger kriege... Ihr hattet echt super Sachen!

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    1. Vielen Dank für Deinen Besuch hier und den lieben Kommentar!

      Ich könnte auch viel öfter nach London fahren, wenn es das Studentendasein erlauben würde. Ich liebe diese Stadt einfach und gerate regelmäßig in eine London-Sehnsucht. Ich bin froh, dass die vielen Pubs der Stadt so gut sind, da findet man recht schnell gutes Essen, finde ich! : )

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