New York: Kapitel 5: Putenfleischbällchen

Dies ist der fünfte Beitrag zur Rezension des Buches "Eine kleine Küche in New York" von Deb Perelman
Kapitel 1: > hier <; Kapitel 2: > hier <; Kapitel 3: > hier <; Kapitel 4: > hier <.

Das fünfte Kapitel heißt "Die Hauptspeise: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und Fleisch". Es beinhaltet 12 Rezepte und ich muss gestehen: Keins davon sprach mich sofort an. Ganz im Gegenteil. Ich wusste, ich muss eines dieser Rezepte zubereiten und wusste absolut nicht, welches ich bloß wählen soll. Ich entschied mich dann schließlich für eines der einfacheren Rezepte:

Putenfleischbällchen mit Sesam und Kichererbsen-Salat



Das Rezept ist für 4 Portionen ausgeschrieben:

450 g Putenfleisch, gehackt
40 g Semmelbrösel
60 ml Wasser
1 TL Salz
1 großes Ei
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Koriander, gerebelt
1/2 TL Pul Biber
1/4 TL Chiliflocken
2 EL Sesam

Olivenöl

Für den Salat:

440 g gekochte Kichererbsen, abgetropft
1 Handvoll halbierte, entsteinte Oliven, fein gehackt
1/2 TL Sumach
frische Petersilie
2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Prise Cayennepfeffer
1/4 TL Salz
Olivenöl

Zu den Zutaten:

Das Putenfleisch habe ich am Stück gekauft und dann zuhause durch den Fleischwolf gedreht. Man kann, wenn man es bekommt, auch fertiges Putenhackfleisch nehmen.


Die Gewürzauswahl ist etwas spezieller: Kreuzkümmel gibt es in fast jedem Supermarkt gemahlen zu kaufen, oft steht "Cumin" (manchmal auch mit "K") drauf. Beim Koriander habe ich das "gerebelt" übersehen und habe stattdessen Koriandersamen verwendet, die ich selbst im Mörser zerstoßen habe. Pul Biber (getrocknete und zerstoßene Chili) habe ich vor eine Weile im türkischen Laden gekauft, ebenso Sumach. Die Kombination all' dieser Gewürze schmeckt toll, wenn ihr aber das ein oder andere davon nicht bekommt oder nicht extra kaufen wollt, dann kann man sicher auch was weglassen oder ersetzen.

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Alle Zutaten für die Fleischbällchen in einer Schüssel vermischen. Dann mit den Händen (am besten gut angefeuchtet) golfballgroße Bällchen formen. Ich habe aus der Masse 18 solcher Bällchen bekommen...nur so als Anhaltspunkt.


2. In einer ofenfesten Pfanne Olivenöl erhitzen und die Fleischbällchen nach und nach ringsherum anbraten, bis sie schön braun sind. Die fertigen Bällchen auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, während die nächste Ladung Bällchen gebraten wird. Wenn alle Putenbällchen angebraten sind, die Pfanne einmal auswischen, sodass nur noch ein leichter Fettfilm zurückbleibt. Alle Bällchen in die Pfanne legen und im Ofen 10–15 Minuten backen (die Kerntemperatur sollte bei 71–74 Grad liegen).


3. In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Salat, bis auf das Olivenöl, in einer Schüssel mischen. Die Kichererbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer leicht andrücken. Es soll kein Püree werden, aber ein bisschen angedrückt sein. Dann mit einigen Spritzern Olivenöl beträufeln und gut verrühren. Nach Belieben abschmecken und mit den Putenbällchen servieren!




Das Ergebnis

 

Abgesehen vom Durchdrehen des Putenfleisches ist das ein wirklich einfaches und schnelles Gericht.

Die verschiedenen Gewürze dufteten schon in der Zubereitung großartig. So war ich auf das fertige Gericht sehr gespannt. Mich persönlich hat dann der Kichererbsensalat mehr überzeugt, als die Putenfleischbällchen; bei meinem Freund war es genau andersherum. Definitiv schmeckt aber beides, besonders zusammen, sehr gut. Wer Hummus mag, wird sicher auch diesen Kichererbsensalat mögen und die Putenbällchen passen hervorragend dazu. Ich kann mir die Bällchen aber auch kalt, beispielsweise auf einem Sandwich, sehr gut vorstellen.


Was steht aus diesem Kapitel noch auf der Liste für die Zukunft?

 

Es wird nicht so sehr verwundern...keins so richtig. Mein Freund nahm das Buch allerdings ebenfalls zur Hand und schien insgesamt viel begeisterter von diesem Kapitel zu sein als ich. Besonders beim Rezept für "Pistazien-Masala-Lammkoteletts mit Raita aus Gurken und Minze" schaute er mich erwartungsvoll an. Vielleicht gibt es das also bald mal.

Fazit:

 

Insgesamt empfinde ich beide Hauptspeisenkapitel als nicht ganz so reizvoll. Dennoch war auch dieses eine ausprobierte Rezept wieder sehr gut. Damit schließen wir ein weiteres Kapitel ab und kommen dann bald zu einem ganz neuen Abschnitt: Süßes. Seid mit mir gespannt!

Eure




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